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Esslingen am Neckar

Fotografische Impressionen und eine Liebeserklärung an die mittelalterliche Altstadt von Esslingen

Esslingen am Neckar

Esslingen am Neckar

 

Seit nunmehr 25 Jahren leben wir im wunderschönen Esslingen und erst jetzt habe ich mich endlich aufgerafft, unsere zweite Heimat mit meinen fotografischen Impressionen der letzten Jahre zu würdigen.

Die nachfolgende Fotogalerie ist somit nicht systematisch entstanden, sondern entstammt meinen Stadtspaziergängen anlässlich diverser Kunstevents, Stadtfesten oder Einkaufstouren per Fahrrad oder Pedes zu unterschiedlichen Tages -, Nacht-, und Jahreszeiten.

Da Esslingen den letzten Weltkrieg glücklicherweise weitgehend unbeschadet überstand (im Gegensatz zum nahen Stuttgart), bietet die historische Altstadt eine fantastische Zeitreise beim Bummel durch eine völlig intakte mittelalterliche Stadt mit seinen engen Gassen, dem einzigartigen Marktplatz und den vielen kleinen und größeren Plätzen, trutzigen Stadttoren, architektonischer Vielfalt aus vielen Jahrhunderten, Kirchen, Klöstern, Pfleghöfen etc. Die Stadt wird überragt und bewacht von seiner Burg, die eigentlich gar keine ist und wird  zusätzlich vom Wasser geprägt, dem Neckar und seinen vielen Kanälen, die der Stadt den Beinamen Klein Venedig einbrachte.

Esslingen wird weiterhin vom Weinbau geprägt, die Weinberge unterhalb der Burg enden fast am Marktplatz und geben dem historischen Ensemble einen lebensfrohen und fröhlichen Charakter.

Die ersten Wurzeln von Esslingen findet man schon im frühen Mittelalter, um 800 wird Esslingen Markt , 866 ist die erste urkundliche Nennung von Esslingen (Hetsilinga) bezeugt, der Weinbau wurde sogar schon 778 erwähnt. Um 1290 wird Esslingen Reichstadt und spielt in den folgenden Jahrhunderten eine bedeutende politische, soziale und wirtschaftliche Rolle in Württemberg, was seinem selbstbewussten Bürgertum  und seiner zentralen Lage im Neckartal geschuldet ist. Um 1830 ist Esslingen im Zeitalter der industriellen Revolution die am weitesten entwickelte Industriestadt im Königreich Württemberg, folgerichtig fährt die erste Eisenbahn Württembergs von Cannstatt nach Esslingen. In den folgenden Jahrzehnten prägte die fortschreitende Industrialisierung die Stadt, bedeutende Maschinenbaufirmen siedelten sich an und hinterließen ebenfalls ihre architektonischen und wirtschaftlichen Spuren.

Wenn der Einheimische oder Besucher heute durch die Esslinger Altstadt bummelt, dann betritt er buchstäblich eine natürliche, historisch gewachsene Bühne, auf der das ganze Jahr über die unterschiedlichsten Inszenierungen stattfinden. Handel, Gastronomie und Kultur arbeiten inzwischen immer besser Hand in Hand und sorgen dafür, dass Esslingen langsam, aber sicher  zum überregionalen Touristenmagneten wird.

Stellvertretend für viele attraktive Events nenne ich das sommerliche „Zwiebelfest“ auf dem wunderschönen, alten Marktplatz, den „Mittelaltermarkt“ genannten Weihnachtsmarkt, das viele Kunstsparten umfassende Kulturfest  „Stadt im Fluss“, die Popkonzerte und das Freilichtkino auf der Burg, den „Tag des offenen Denkmals“ etc. Hinzu kommen eine sehr lebendige Kunst- und Kulturszene, Theater, Museen und eine Gastronomie (am Fluss), die langsam aus dem Dornröschenschlaf erwacht.

Besonders erwähnenswert ist auch das sommerliche „Bürgerfest“, das von den Mitbürgern mit Migrationshintergrund organisiert wird  und ein fröhliches Symbol für ein friedliches Miteinander darstellt, immerhin hat rund ein Viertel der Esslinger einen Migrationshintergrund.

Wenn ich bei meinen vielen Reisen gefragt wurde, wo ich wohne, habe ich bisher immer in „Esslingen bei Stuttgart“ geantwortet. Ich finde, dass Esslingen in jeder Hinsicht das Potential hat, ein attraktives Reiseziel mit spannenden Ausflügen in die Vergangenheit und lebensfroher Präsenz in der Gegenwart zu sein, so dass der Zusatz „bei Stuttgart“ bald überflüssig sein müsste!

 

Klaus Weidner                                                                                                          Oktober 2015